Das Seriell-Ethernet-Gateway ermöglicht es, aus dem lokalen Netzwerk des Routers oder über die WAN-Schnittstelle serielle Endgeräte anzusprechen, die an der seriellen Schnittstelle (wenn vorhanden) angeschlossen sind. An einen konfigurierbaren Netzwerk-Port des Routers gesendete Daten werden an der seriellen Schnittstelle ausgegeben. Verbindung zum Seriell-Ethernet-Gateway kann entweder andauernd bestehen (Standleitungsmodus) oder nur bei Bedarf ausgelöst werden.
Modem-Emulator
Das Seriell-Ethernet-Gateway kann ein Modem emulieren. Hierzu verfügt es über eine Reihe von AT-Befehlen. Mit dieser Funktion wird bei jeder Verbindungsart ein Modem emuliert. Wenn eine ausgehende Verbindung durch den Befehl ATD oder ATDT aktiviert wurde, wird der Modem-Emulator immer verwendet, auch wenn dieser deaktiviert ist.
Der Modem-Emulator wird im Menü Ports → Seriell-Ethernet in der erweiterten Ansicht mit dem Schalter Modem-Emulator aktivieren aktiviert.
Wenn der Modem-Emulator aktiviert ist, kann eine Standardantwort bei unbekannten Kommandos eingegeben werden, die bei der Eingabe eines unbekannten oder ungültigen AT-Befehl zurückgegeben wird.
Zusätzlich ist eine AT-Antwortliste mit selbst definierten Befehl-Antwort-Paaren verfügbar. Jede Zeile definiert ein Befehl-Antwort-Paar in der Form i="Serial Ethernet Gateway Version 1.0". Dabei gibt der Teil vor dem = den Befehl an (hier i für ATI; das at muss weggelassen werden) und der Teil dahinter in Anführungszeichen die zugehörige Rückmeldung (hier "Serial Ethernet Gateway Version 1.0"). In diesem Fall würde die Meldung Serial Ethernet Gateway Version 1.0 auf den Befehl ATI zurückgegeben werden. Eine mehrzeilige Antwort innerhalb der Anführungszeichen ist möglich. Groß- und Kleinschreibung wird ignoriert. Weiterhin ist die Reihenfolge der Einträge zu beachten. Wird beispielsweise eine Rückmeldung für den Befehl ATXY sowie eine für den Befehl ATX definiert, muss der Eintrag für den Befehl ATXY vor dem Eintrag für ATX stehen, da ansonsten bei der Eingabe des Befehls ATXY der Eintrag für den Befehl ATX zuerst gefunden und abgearbeitet werden würde, um danach nach einem Eintrag für einen Befehl ATY zu suchen, der nicht existiert.
In die Liste Übersetzung Telefonnummer - IP-Adresse können Zuordnungen angegeben werden, mit deren Hilfe Rufnummern in IP-Adressen oder Domainnamen mit Port-Angabe umgesetzt werden. Dies ermöglicht zum Beispiel beim Anschluss eines Analoggeräts eine Verbindung zu einer IP-Adresse durch Anwahl einer Rufnummer im Befehl ATD. Für die Telefonnummer sind die Zeichen 0-9, + und , zugelassen. Die Liste wird von oben nach unten abgearbeitet, d.h. bei gleichlautenden Telefonnummern wird der weiter oben stehende Eintrag ausgewertet.
Folgende AT-Befehle werden unterstützt:
AT-Befehl | Beschreibung |
|---|---|
| Verbindungsaufbau zu <IP>:<Port> bzw. <Domain>:<Port> |
| Verbindungsaufbau zur IP-Adresse oder Domain, die in der Liste Übersetzung Telefonnummer - IP-Adresse mit der Telefonnummer <number> verknüpft ist. |
| Wiederwahl der zuletzt gewählten Verbindung (nur möglich, solange das Seriell-Ethernet-Gateway nicht neu gestartet wird) |
| Das Seriell-Ethernet-Gateway beendet die serielle Internet-Verbindung |
| Einstellung des Echo-Verhaltens |
| Versetzt das Seriell-Ethernet-Gateway in den Kommandomodus (vor und nach der Zeichenfolge ist eine Pause von mindestens einer Sekunde erforderlich) |
| Wechsel vom Kommandomodus in den Datenmodus |
| Einstellung des Quiet-Verhaltens |
| Einstellung des Meldungsformats |
| Beendet die Verbindung |